Verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA) verhindern Autismus bei Mäusen

Ursachen SchlafstörungenAminosäuren sind nicht nur für den Muskelaufbau essentiell wichtig, sondern an fast allen Stoffwechselprozessen beteiligt und notwendig für deren ordnungsgemäßes Funktionieren. Dies gilt auch für das Nervensystem und das Gehirn.

In einem Tierversuch konnte der Zusammenhang von einer speziellen Art von Autismus und der Einnahme einer Nahrungsergänzung mit L-Valin, L-Leucin und L-Isoleucin (zusammen die verzweigtkettigen Aminosäuren, englisch abgekürzt BCAA) nachgewiesen werden. Die US-amerikanischen Forscher der renommierten Yale University Schools of Medicine und der Universität von Kalifornien (USD) in San Diego untersuchten bei Mäusen mit einem Gendefekt, der eine Art von Autismus zur Folge hatte, wie sich die Gabe von BCAA auswirkt. Hintergrund der Untersuchung ist, dass durch den Gendefekt die Synthese dieser Aminosäuren nicht ausreichend erfolgen konnt.

Die Autismus-Symptome konnten durch die Gabe von größeren Mengen an Valin, Leucin und Isoleucin bei den Tieren tatsächlich reduziert werden. Ob eine solche Therapie auch beim Menschen wirken könnte, ist noch unklar, berichten die Wissenschaftler auf der Website der Universität von Kalifornien. Dies sei aber Ausgangspunkt, um in weiteren Studien die Gabe von L-Valin, L-Leucin und L-Isoleucin bei Menschen, die an Autismus oder Epilepsien leiden, zu untersucheen, sagte Prof. Joseph Gleeson, der die Studie leitete.

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2016-12-12T14:50:55+00:00